Schuld & Gebet

Mitten auf der Flucht vor seinem eigenen Sohn, Absalom, betet David zu Gott. Heute kennen wir das Gebet als Psalm 3. David muss aus seinem Palast fliehen, um sein Leben zu retten. Absalom revoltiert. Durch einen über Jahre geplanten Putsch will er selbst an die Macht kommen. Und das Erschreckende ist, dass David für familieninterne Fehde selbst die Verantwortung trägt (2Sam 12,11). Mitten auf der Flucht, mitten im selbst zu verantwortenden Elend und Krieg, zeigt sich jedoch Davids Vertrauen auf Gott. Die Lösung und Erlösung hat er nicht selbst in der Hand, sondern Gott. Gott ist der Schutz, den David braucht. Er ist der Schild (V. 3). Und genauso ist auch Gott die Ermutigung, die David in Zeiten der Ablehnung Kraft gibt. So grausam die Gegenwart auch sein mag – David ist ermutigt, denn seine Ehre und Anerkennung vor Gott ist so viel wertvoller als alle menschliche Unterstützung. David weiß, dass seine Schuld und Sünde der Nährboden für den Bürgerkrieg war. Gottes Hilfe und Ermutigung ist nicht verdient. Dennoch begegnet Gott David genau so. Welch ein Beispiel der Gnade Gottes. David kehrt um und richtet sich neu auf Gott aus. Diese Umkehr zu Gott ist der einzige Weg, der uns von unserer Schuld und Sünde befreit. Alles, was wir Menschen brauchen, bekommen wir von Gott. Er ist der Schild und die Ehre.

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